Einleitung
Wer hat nicht schon immer als kleiner Junge davon geträumt, Lokführer zu werden? Manche haben diesen Traum in Erfüllung gehen lassen und fahren heute Züge und Triebwagen bei der Deutschen Bahn oder bei zahlreichen Privatbahnen durch Deutschland. Doch nicht jedem ist dies vergönnt. Und so fahren viele Bahninteressierte virtuelle Züge auf dem heimischen Computer.
Eisenbahnsimulation am PC gewinnt in letzter Zeit mehr an Bedeutung, ist jedoch - verglichen mit Flugsimulation - immer noch ein Nischenprodukt. Angefangen hat alles mit Railsim. Ein Programm mit einfachster Grafik, das unter DOS lief und nur Sound über den PC-Speaker unterstützte, war lange Zeit die einzige Möglichkeit, Eisenbahnzüge am Computer zu steuern. Später gesellten sich Loksim sowie später Loksim 3D und Zusi dazu. Kommerzielle Hersteller, wie Microsoft und Auran, drängten erst viel später in den Markt - Produkte wie der Train Simulator oder Trainz sind heute eine feste Größe, waren aber dennoch nie so erfolgreich, wie es die Herstellerfirmen gerne gewünscht hätten.
Dass die beiden letztgenannten Produkte bei Eisenbahnliebhabern verpönt sind, liegt an der zumeist unrealistischen Simulation. Die Steuerung der Züge und die Zugsicherung sind hier nur sehr lückenhaft umgesetzt, was den Realismus herabsetzt und den Spaß am Fahren mindert. Das ist der Grund, weswegen ich mich für den Simulator Zusi entschieden habe. Die grafische Umsetzung ist zwar derzeit noch recht einfach im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten, doch in punkto Realistik ist er unschlagbar.
^ TOPFahrpulte in der Vergangenheit
Mein erstes Fahrpult habe ich bereits vor vielen Jahren für den Simulator Railsim gebaut. Das Fahren mit der Tastatur brachte nicht das gewünschte realistische Feeling mit sich, weshalb ich hier erstmals über den Bau eines Fahrpultes nachdachte.
Die Umsetzung war sehr einfach: Ein Holzrahmen mit einer aufgelegten Aluminiumplatte war das Grundgerüst. Kleine Kippschalter aus dem Restpostensortiment von Conrad sorgten dafür, dass Funktionen wie die Lokpfeife geschaltet werden konnten. Der Fahrschalter entstand im Eigenbau aus Holz, Endlagentaster dienten hier für die elektrische Verarbeitung der Schaltbefehle. Als Bremshebel wurde ein alter Fenstergriff verwendet, der auf der Unterseite des Pults ebenfalls Endlagentaster schaltete. Die Verbindung des Pults mit dem PC war denkbar einfach: Eine alte XT-Tastatur - noch eines der alten Modelle mit Platine und gelöteten Schaltern - wurde kurzerhand auseinandergenommen und die Schalter auf dem Pult wurden parallel zu den Tastaturschaltern angelötet. Das viel später entstandene Fahrpult von Joachim Schmid setzt übringens auf die gleiche Grundlage auf.
^ TOPDas Projekt Fahrpult BR 111
Die Idee zum Projekt Fahrpult BR 111 entstand am Anfang des Jahres 2004. Eine Bauzeit von weit über einem Jahr war nötig, bis das Fahrpult komplett betriebsbereit war. Fertig wird es aber wohl nie werden: Es gibt immer wieder Kleinigkeiten, die am Fahrpult verbessert werden können. Diese zu dokumentieren - das ist die Aufgabe dieser Webseite...
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